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7x7: Herr Mankel, warum lohnen sich Investitionen in Solarenergie?


veröffentlicht am 16.01.2020 von LeihDeinerUmweltGeld



Für die 7x7 Unternehmensgruppe ist die aktive Einbindung der Bürger seit jeher essentieller Bestandteil der Arbeit: nach dem Motto "Energie in Bürgerhand" bezieht sie die Bürger aktiv in die Umsetzung der Energiewende ein und ermöglicht ihnen etwa mit dem aktuellen 7x7 Solar-Portfolio I. die wirtschaftliche Teilhabe an Solarprojekten. LeihDeinerUmweltGeld hat Andreas Mankel, den Geschäftsführer der 7x7 Energiewerte Deutschland I. GmbH & Co. KG, zum Gespräch gebeten.

Herr Mankel, Sie sagen, dass Sie von der genossenschaftlichen Idee Raiffeisens inspiriert wurden. Wie übertragen Sie seine Philosophie auf Ihre Arbeit?

Andreas Mankel: „Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen viele!“ So lautet eine der wichtigsten Erkenntnisse, die Raiffeisen zur Gründung von Genossenschaften motiviert hat. Dieses Prinzip wenden wir an, indem wir viele Anleger einladen, sich an Projekten zu beteiligen, die gemeinwohlorientiert sind. Dazu gehört für uns der Bereich der regenerativen Energien.

Die 7x7energie GmbH hat 2011 erstmals Anlagen mit direkter Bürgerbeteiligung gebaut. Weshalb ist es wichtig, die Bürger in die Energiewende einzubinden?

Andreas Mankel: Ein weiteres Motto Raiffeisens war: „Das Geld des Dorfes bleibt im Dorf!“ So wollen wir die Bürger einer Region motivieren, sich an regionalen Projekten zu beteiligen, auch weil die Identifikation mit dem Projekt dadurch höher ist und der Anleger regelrecht sehen kann, was sein Geld macht!

Mit den Mitteln der Vermögensanlage 7x7 Solar-Portfolio I. investiert die 7x7 Energiewerte Deutschland I. GmbH & Co. KG in ein Portfolio von Solaranlagen. Warum lohnen sich Investitionen in Solarenergie?

Andreas Mankel: Investitionen in Solarenergie lohnen sich vielfach: 1. Die Sonne schickt keine Rechnung. Es werden außer bei der Produktion der technischen Komponenten keine Ressourcen verbraucht. 2. Die bis zu 21 Jahre planbaren Erträge führen zu einer attraktiven Rendite. 3. Die CO2-Vermeidung ist ebenfalls nennenswert. 4. Auch über den Förderzeitraum hinaus können Erträge durch Stromverkauf erzielt werden.

Das 7x7 Solar-Portfolio I. ist als Semi-Blind Pool konzipiert. Bedeutet das nicht viel Unsicherheit für den Anleger?

Andreas Mankel: Eigentlich nicht. Mit Semi-Blind Pool ist hier gemeint, dass entsprechend der eingehenden Gelder erst Projekte finanziert werden, die die Gesellschaft bereits angekauft hat. Darüber hinausgehende Mittel werden dann in neue Projekte investiert, die die Gesellschaft aber schlüsselfertig ankauft. Ein Projektentwicklungsrisiko hat der Anleger nicht.

In der öffentlichen Debatte hat die Solarenergie in letzter Zeit eher weniger Aufmerksamkeit erhalten. Warum reden jetzt alle über Windräder, aber keiner mehr über Solarparks?

Andreas Mankel:
Das hat vermutlich damit zu tun, dass für die Industrie in Deutschland Windräder eine größere Bedeutung haben, da bedeutende Hersteller von Windrädern aus Deutschland kommen. Solarmodule kommen überwiegend aus Produktionen in Asien. Außerdem ist die Effizienz eines Windrades bezogen auf den Standort deutlich höher als die einer Solaranlage. Somit wäre zum Erreichen der Klimaziele dem Ausbau der Windenergie höhere Priorität einzuräumen. Auf der anderen Seite ist die Zeit für die Projektierung eines Solarparks viel kürzer und sie sind viel schneller errichtet.

Gibt es denn überhaupt noch Flächen für Solarparks?

Andreas Mankel: Grundsätzlich gibt es noch viele Flächen für Solarparks. Oft stehen aber der Bebauungsplan und die Auflagen für die Nutzung der Fläche im Weg. Wir suchen vor allem Flächen, die nicht anders genutzt werden können. Dazu zählen ehemalige Deponien, vormals militärisch genutzte Flächen oder so genannte Konversionsflächen. Dazu kommen abgelegene Gewerbegebiete und Agrarflächen mit niedrigen Bodenpunkten. Das Besondere ist, daß auch mit einem Solarpark auf dem Grundstück eine Nutzung für Weide-Schafe oder als Blumenwiese für Bienen möglich ist. Hier kooperieren wir mit den örtlichen Landwirten oder Imkern.

Auch die Senkung von Emissionen im Verkehrssektor ist momentan ein heiß diskutiertes Thema. Wie wichtig ist Solarenergie im Zusammenhang mit E-Mobilität?

Andreas Mankel: Solarenergie kann hier aktiv genutzt werden, um zumindest tagsüber die Ladestationen mit „grünem“ Strom zu versorgen. Unser Angebot sind hier Solarcarports für große Parkflächen an Firmengebäuden oder Einzelhandelsflächen mit einer Kapazität von je zehn PKW-Stellplätzen und zwei Ladesäulen mit je zwei Lademöglichkeiten. Eine attraktive Möglichkeit für Firmen, zusammen mit ihren Mitarbeitern die Nutzung der regenerativen Energien auszubauen. Die Idee dabei ist, das E-Auto als mobilen Stromspeicher zu nutzen: Tagsüber während der Arbeitszeit werden die Akkus des Autos vollgeladen, und abends kann überschüssiger Solarstrom per Wallbox zu Hause in das eigene Stromnetz eingespeist werden („Vehicle to Home“). Ein Blocker sorgt dafür, dass für die Fahrt ins Büro am nächsten Tag genügend Strom übrigbleibt.

Herr Mankel, vielen Dank für das Gespräch!
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Freistellungsauftrag

Ein Freistellungsauftrag (FSA) ist ein Dokument, mit dem ein Steuerpflichtiger ein Kreditinstitut anweist, von seinen Kapitalerträgen keinen Kapitalertragsteuerabzug vorzunehmen.


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